Schach-WM 2024: Magnus Carlsen Verzichtet erneut auf Teilnahme
In einer überraschenden Wendung hat der Schachgroßmeister und ehemalige Weltmeister Magnus Carlsen offiziell bekannt gegeben, dass er nicht am kommenden FIDE-Kandidatenturnier teilnehmen wird. Diese Entscheidung bestätigt Carlsens fortgesetzten Verzicht auf die Weltmeisterschaft, einem Trend, der seit seinem letzten WM-Match im Jahr 2021 anhält.
Carlsen, der auf Twitter/X seine Entscheidung verkündete, zitierte dabei den legendären Komiker Groucho Marx mit den Worten: "Danke für die Einladung, aber ich möchte keinem Club angehören, der mich als Mitglied akzeptiert." Diese Aussage unterstreicht seine zuvor geäußerte Unzufriedenheit mit dem Format der Schach-WM, welches ihn nicht mehr reizt.
Trotz seines Rückzugs aus der Weltmeisterschaft bleibt Carlsen im Schnell- und Blitzschach aktiv, wo er sich Ende des letzten Jahres erneut zum Doppel-Champion kürte.
Carlsens Verzicht eröffnet neue Möglichkeiten für andere Spieler. Nijat Abasov aus Aserbaidschan wird Carlsens Platz im Turnier einnehmen und tritt gegen eine starke Besetzung an, darunter Ian Nepomniachtchi, Hikaru Nakamura, Fabiano Caruana, Rameshbabu Praggnanandhaa, Santosh Gujrathi Vidit, Dommaraju Gukesh und Alireza Firouzja.
Die Teilnahme von Firouzja ist jedoch umstritten, da er kürzlich durch den Sieg in einem selbstveranstalteten Turnier, an dem vorwiegend schwächere Spieler teilnahmen, sein ELO-Rating deutlich steigern konnte. Dies führte zu Kritik an Firouzja und an den FIDE-Regularien, die solche Manöver ermöglichen.
Die Schachwelt blickt nun gespannt auf das Kandidatenturnier in Toronto, wo sich zeigen wird, wie sich diese Entwicklungen auf das prestigeträchtige Event auswirken werden.
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